Arbeitsrecht

Ein als Oberarzt angestellter Augenarzt erleidet einen Zusammenbruch. Kaum wieder genesen, wird er auf den nächstmöglichen Kündigungstermin entlassen und per sofort freigestellt. Was die Kündigung anbelangt, so steht es dem Arbeitgeber, eine Privatklinik, grundsätzlich frei, so vorzugehen. Bei der Bearbeitung des Falles kommt jedoch zum Vorschein, dass solche und ähnliche Vorfälle unter dem Chefarzt dieser Abteilung des Krankenhauses gehäuft vorgekommen sind. Unmittelbar vor seinem Zusammenbruch erlitt auch eine Krankenschwester einen rätselhaften Zusammenbruch und kündigte danach von selbst.

Wir tragen diese Elemente wie Puzzlesteinchen zusammen. Jedes dieser Elemente ist für sich allein genommen zwar ein Indiz für das inkompetente Führungsverhalten des Chefarztes, rechtlich aber nicht relevant. In ihrer Gesamtheit wirken diese Elemente jedoch ganz anders und zeigen ein ganz anderes Bild des Chefarztes auf. Wir konfrontieren die Klinikleitung mit diesen Fakten. Der Direktor der Klinik selbst ist es, welcher zugibt, dass das Verhalten des Chefarztes unangemessen sei und nur wenig schmeichelhafte Worte zulasse. Die Klinik offeriert von sich aus einen Vergleich mit einer Abgangsentschädigung, welche der Unbill Rechnung trägt, die der Augenarzt erleiden musste und welche ihm einen Start in die Selbständigkeit ermöglicht.

Advokatur und Treuhand am Falkenstein