Versicherungsrecht

Ein Geschäfts­mann verun­glückt tödlich in St. Peters­burg. Er hatte zur Kredit­sicher­ung eine hohe Risiko-Lebens­ver­sicher­ung ab­ge­schlos­sen. Die Ver­sicher­ung ver­wei­gert die Aus­zahl­ung, mit der Be­gründ­ung, der Ver­stor­bene habe eine vor Jahren einmal erlittene (und inzwischen völlig abgeklungene) Schul­ter­verlet­zung im Ver­sicher­ungs­antrag nicht an­ge­ge­ben und will vom Ver­sicher­ungs­ver­trag zu­rück­tre­ten. Selbst wenn dies stimmt, ist damit das Rück­tritts­recht der Ver­sicher­ung noch nicht be­grün­det. Ge­lingt es dem Ver­sicher­ungs­neh­mer oder des­sen Nach­kom­men näm­lich zu bewei­sen, dass die Ver­sicher­ung den Ver­trag auch in Kennt­nis der ver­schwiege­nen Tat­sache zu den glei­chen Kon­ditio­nen ab­ge­schlos­sen hätte, so ist sie trotz­dem an den Ver­trag ge­bun­den.

Advokatur und Treuhand am Falkenstein