Frank Th. Peter­mann ver­arbei­tet für seine Skulp­turen haupt­säch­lich Chrom- und Automaten­stahl, bisweilen Alu­minium und Messing, gelegentlich auch Acrylglas. Die Fertigung erfolgt auf Werk­zeug­maschinen mit kon­ven­tio­neller Steuer­ung. Werk­zeug­position­ierung und Weg­strecken­mes­sung erfolgen opto-digital. 

Durch die Material­wahl strahlen die Skulpturen bisweilen etwas Kühles, Leiden­schafts­loses aus. Doch dahinter ver­bergen sich immer auch Bot­schaf­ten. So etwa das tiefe Be­kennt­nis zu einem auf­ge­klär­ten Humanismus, der nicht immer emotional zu sein hat, sondern durchaus auch intel­lektuell sein darf. 

Das präzis verarbeitete Metall mag kühl und leer wirken, aber die Leere ist es, die das Wesentliche enthält. Und im Wesentlichen ist es, wo man zur Ruhe kommt. Denn das Wesentliche, anders als das Un­wesentliche, erfüllt. Je mehr man vom Wesentlichen abweicht, desto un­ruhiger wird man, desto zer­streuter und ver­wirrter. Man kann daher gut an seinem Erleben ablesen, inwieweit man mit dem Wesentlichen ver­bun­den ist, oder inwieweit man sich von ihm entfernt hat.  

Das Einhalten der mit dem menschlichen Auge kaum mehr wahr­nehm­baren Tole­ran­zen ist einer der Aus­drücke der Perfektion. Denn Perfektion heisst immer auch Vollendung. Die Vollendung eines Werkes, aber auch die Vollendung des Prozesses, der dieses Werk entstehen lässt. Der ein Interesse daran hat, es entstehen zu lassen. 

Vollendung ist weder an Raum und Zeit gebunden, noch strebt sie ein Ziel an. Vollendung in ihrer absoluten Form ist eine Leere ohne Aktivität. Sie ruht in vollkommenem Gleichgewicht, sie durchdringt alles, sie umfasst alles, ist Teil von allem und bleibt doch ungeteilt. Die Vollendung ist es, die den Erkennenden zum Ursprung der zahllosen Formen und gleichzeitig zur Formlosigkeit dieses Ursprungs führt.

Advokatur und Treuhand am Falkenstein